Auch wenn ich an anderer Stelle geschrieben habe - Technik macht Spass aber Technik alleine bringt keine guten Bilder - geht es ohne Technik nicht. Dieser Ausgangslage Rechnung tragend, werde ich zum einen oder anderen Thema das eine oder andere Wort verlieren. Vielleicht helfen Ihnen meine Kommentare, Überlegungen und Hinweise bei Ihren fotografischen Herausforderungen weiter. Zum Teil bringe ich meine Informationen im Blog unter, Sie finden auf dieser Site jeweils den entsprechenden Link auf das Thema.

Sehr lange Brennweiten

Ich bin nun also doch zum "Vollblut-Ornitologen" mutiert (siehe "Greifvögel"). Zumindest was das Objektiv betrifft: 500mm f/4G ED VR II AF-S NIKKOR. Zur Auswahl stand das 600er oder das 500er. Den Ausschlag für das 500er gaben folgende Punkte:

 

  • Geringeres Gewicht (ist allerdings relativ, 3.9 Kg müssen auch erst mal durch die Gegend geschleppt werden), 1.1 Kg mehr (600er) fallen aber deutlich ins "Gewicht"
  • und damit auch ein leichteres Handling,
  • allenfalls sind zumindest kurzzeitig Freihandaufnahmen möglich.
  • Kosten/Nutzen.

 

Diese Vorteile wiegen den Nachteil von 100mm weniger Brennweite m.E. auf (es gibt ja noch den 36 MP Sensor und dessen Crop-Möglichkeiten - siehe Crop Beispiel). Getragen wird das 500er vom Sirui M-3204 Carbon Stativ und dem SIRUI PH-20 Carbon Gimbal Head Stativkopf - Kardankopf (irgendwo muss ja Gewicht gespart werden :-)).   

Nachfolgend eine erste, bei sehr schlechten Lichtverhältnissen entstandene, Aufnahme. Interessant sind folglich auch die EXIF-Daten:

Kohlmeise, 4. März 2013

 

 

Kohlmeise, 4. März 2013, 18.05 Uhr
Kohlmeise, 4. März 2013, 18.05 Uhr

Crop mit dem 36 MP Sensor

Warum ich meine Ausrüstung um eine "Kompakte" ergänzte

Wenn ich so unterwegs bin, begegnen mir oft die tollsten Motive. Wäre ich mit der Absicht losgelaufen, fotografieren zu wollen, hätte ich dieses und jenes Motiv sicher nicht angetroffen. So ist das, keine Kamera dabei, das Motiv eben nicht festgehalten.  

 

Nun kann und will ich nicht bei jedem Spaziergang "Kilos am Rücken" mit mir schleppen, um ein eventuell meinen Weg kreuzendes Motiv auf den Sensor bannen zu können. 

 

Die Lösung heisst:  Klein und leicht muss sie sein, ohne aber wesentliche Qualitätseinbussen bei den Aufnahmen hinnehmen zu müssen (sonst könnte ich ja das Smartphone nehmen, was ich oft auch getan habe - aber mit den Aufnahmen nie richtig glücklich wurde).  Ich brauchte also eine Immer-Dabei-Cam, welche mir mehr oder weniger die gewohnte Bildqualität, Aufnahme- und Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Dass es bezüglich Äusserem der Kamera eine Rückkehr in die Vergangenheit wurde ist dem allgemeinen Zeitgeist zuzuordnen. Alte, bewährte Werte sind heute wieder gesucht, auch Digitalcams unterliegen diesem Trend - gut so! Und, Fujifilm hat die Aufgabe mit Bravour gelöst.

 

Beim Fotografieren mit der X100s wurde ich kürzlich von einem Passanten angesprochen: ...ist die Kamera so alt wie sie aussieht? 

Fuji X100s

Beispielbild, Fuji X100s
Beispielbild, Fuji X100s
Beispielbild, Fuji X100s
Beispielbild, Fuji X100s
Beispielbild Fuji X100s
Beispielbild Fuji X100s

Fuji X100s und Makro-Aufnahmen?

Schon erstaunlich, was die X100s im Makromodus zu leisten im Stande ist. Ich wollte dies hier kurz demonstrieren. Kein langer Aufbau, keine Blitzanlage, kein Stativ oder sonstiges wurden benutzt. Einfach das Objekt auf dem Schreibtisch unter der Schreibtischlampe platziert. Den ISO-Wert "hochgeschraubt" und die Aufnahme bei 1/30s ausgelöst - ja, das geht bei einer Kamera ohne Spiegelschlag. Das Resultat überzeugt - mich auf jeden Fall!

Beispielbild, Fuji X100s, Makromodus, aus der Hand, 1/30s, f/4.0, ISO 5000 (!), Beleuchtung durch Schreibtischlampe
Beispielbild, Fuji X100s, Makromodus, aus der Hand, 1/30s, f/4.0, ISO 5000 (!), Beleuchtung durch Schreibtischlampe
Beispielbild, Fuji X100s, Makromodus, aus der Hand, 1/60s, f/5.6, ISO 800, Tageslicht, bewölkter Himmel
Beispielbild, Fuji X100s, Makromodus, aus der Hand, 1/60s, f/5.6, ISO 800, Tageslicht, bewölkter Himmel
Beispielbild, Fuji X100s, Makromodus, aus der Hand, 1/125s, f/8.0, ISO 500, Tageslicht, bewölkter Himmel, interner Blitz
Beispielbild, Fuji X100s, Makromodus, aus der Hand, 1/125s, f/8.0, ISO 500, Tageslicht, bewölkter Himmel, interner Blitz

Wer mehr über die Fuji X100s erfahren möchte:

Braucht es externe Belichtungsmesser heute noch?

Aus einer aktuellen Diskussion heraus, wieder mal etwas Fototechnik. Wer meint, externe Belichtungsmesser brauche es heute nicht mehr, täuscht sich. Es gibt immer wieder Situationen bei denen die kamerainterne Belichtungsmessung schlicht überfordert ist. Warum ist das so?

Siehe hier

Um zu belegen, dass der Hintergrund (schwarz oder weiss), wenn das Licht richtig ausgemessen wird, keinen Einfluss auf das Bildergebnis hat, habe ich heute diese Aufnahme gemacht. Bildet euch selber eure Meinung.

Externe Belichtungsmessung hatte früher und hat auch heute noch absolut ihre Berechtigung (nicht nur in der Studiofotografie). Wer dies nicht so sieht, vergibt sich einiges an Bildqualität. Mit dem Messen alleine ist es aber nicht getan. Es braucht Wissen rund um die Kameratechnik und die Lichtwirkung, das nur so nebenbei.

Aufbau:
- Apfel hängend an einem Stativarm
- Lastolite HILITE (einmal weisse, einmal schwarze Seite)
- Elinchrom Ranger Quadra
- beim weissen Hintergrund einen Blitzkopf im HILITE positioniert
- ein Blitzkopf vor dem Apfel aufgestellt
- beim schwarzen Hintergrund nur mit dem Biltzkopf vor dem Apfel belichtet
- ausgemessen mit dem Gossen DIGISKY
- Nikon FX

Keinerlei Farbbearbeitung

Versucht das mal mit eurer Kamera und dem internen Belichtungsmesser. Ihr werdet erstaunt sein, wie grau das weisse Bild rauskommt...und wie die Farben überhaupt nicht stimmen werden.