Gos d`Atura Catala

Unsere Hündin Sierra
Unsere Hündin Sierra

Es ist nicht meine Art, grössere Textstellen aus dem Internet zu kopieren. In diesem Falle mache ich eine Ausnahme (selbstverständlich unter Angabe der Quelle). Birgit Wälz beschreibt das Wesen des Gos d'Atura Català derart ausgezeichnet, dass ich von vornherein darauf verzichte, das besser machen zu wollen. Besser als es Birgit Wälz getan hat, lässt sich m.E. der Gos nicht beschreiben.

 

 

 



 

Der Charakter und das Leben mit dem Gos d’Atura


(von Birgit Wälz)

 

Der Gos d`Atura Catala (katalanisch) oder Perro de Pastor Catalan (spanisch) ist in Deutschland eine noch sehr seltene Rasse, die zur FCI Klasse 1, Gruppe 1, dem Schäferhund, also den Wach-, Schutz-, Hüte-, Treib- und Begleithunden gehört. Auch in seiner Heimat, der nordspanischen Provinz Katalonien, ist er noch heute der rustikale Arbeitshund geblieben, der hier seit Jahrhunderten wachsam und mutig zur Beaufsichtigung der Herden eingesetzt wird.  Im Gegensatz zu den reinen Hütern (Border Collie, Australian Shepherd), die auf Befehl des Schäfers an den Viehherden arbeiten, treibt und hütet der Gos d’Atura nur sehr selten.

 

Der katalanische Schäferhund fühlt sich zur Herde (Familie) zugehörig, passt auf, begleitet und beschützt, auch ohne Anweisungen des Schäfers. 

Aufgrund seiner Intelligenz und Fähigkeit eigene Entscheidung zu treffen, fordert der sensible Gos eine liebevolle, aber konsequente Erziehung. Eine sinnlose Unterordnung wird er ebenso wenig verstehen, wie eine Rangordnung ohne Hierarchie.

Da er nahe bei seinem Rudel leben möchte (im Haus bei der Familie) ist er ein toller Begleiter auf all Ihren Wegen und bei allen Unternehmungen, ein absolut treuer Freund, gelehrig und hoch intelligent. Er ist kein lästiger Hund, aber es gefällt ihm nicht, sich an den Rand gedrängt zu fühlen oder ausgegrenzt zu werden.  

Er ist NICHT mit den Rassen zu vergleichen, die von und für Menschen auf „bequem“ gezüchtet wurden. Der Gos d’Atura ist keine künstlich entwickelte Rasse und ist ebenso wenig nach Modeerscheinungen und persönlichen Geschmacksrichtungen (ver-)züchtet worden. Er ist vielmehr einer Rasse zugehörig, die wir noch heute in natürlichem Zustand vorfinden.  

Er verhält sich wie ein Rudeltier und möchte deshalb wie ein Hund behandelt und verstanden werden (nicht etwa wie ein pelziger Roboter oder ein vermenschlichtes Wesen). Als „Arbeitshund“ braucht er seinen Auslauf und seine „Aufgabe“, sei es im Hundesport, auf langen Spaziergängen, auf dem Bauernhof oder in der Familie. Der Gos hat eine fröhliche Natur, ist im Haus ausgeglichen aber wachsam, draußen temperamentvoll und eifrig. Er „spricht“ noch die „natürliche Hundesprache“ was man an Beschwichtigungssignalen und dem ausgeprägten Rudelverhalten erkennen kann. Diese Sprache, hat man sie als Mensch einmal verstanden, wird einem verblüfft zeigen, wie gut man mit dem Gos „kommunizieren“ kann. Er liebt seine Familie und Freunde, ist aber reserviert, oft auch misstrauisch gegenüber Fremden.

 

Anfängern, die einfach nur einen netten (trotteligen) „Wuschel“ mögen, raten wir dringend von dieser Rasse ab. Sind Sie jedoch bereit, Verständnis und Achtung für einen Hund, Zeit, Liebe und vor allem eine konsequente Erziehung zu geben, werden Sie sehr glücklich mit ihm werden. Aber, sind SIE nicht in der Lage ihm ein guter „Rudelführer“ zu sein, damit er sich beruhigt und sinnvoll „einfügen“ kann, wird er diese Aufgabe in der Familie gewissenhaft übernehmen.  An Konsequenz fehlt es IHM dabei nicht.

 

Die "Arbeit" mit dem Gos, sei es im Hundesport oder bei anderen Aktivitäten, sieht harmonisch und einfach aus. Das Geheimnis dabei ist die starke Bindung zwischen Mensch und Hund und die Liebe die ein Gos seinem Herrn entgegenbringt (sofern „Herr“ sich diese verdient hat). Lautes Geschrei, harte Trainingsmethoden oder gar Strafen sind dabei nicht nur zwecklos, sondern auch völlig unangebracht. Er möchte als Partner und Begleiter angesehen werden, nicht etwa als Arbeitsgerät, das nur für seine Zwecke eben mal „herausgeholt“ wird. Im Allgemeinen sind die Rüden (Gossos) etwas dominanter als die Hündinnen (Gossis). Fragt man aber jetzt z.B. die Züchter, die sich mit den "Weibern" auseinandersetzen, ist mindestens die Hälfte davon

überzeugt, dass die "Zicken" nicht viel einfacher sind als die "Machos". Es kommt eigentlich nicht auf das Geschlecht an, sondern darauf welche "Persönlichkeit" Ihr Hund hat (ob frech, sanftmütig, selbstsicher oder dominant) und darauf, was Sie aus diesen Charaktereigenschaften machen (wollen). Das Fell ist etwas pflegeaufwändiger und sollte einmal die Woche gründlich gebürstet werden. Dafür bleiben einem die einzelnen Minihaare überall in der Wohnung erspart, die Kurzhaarrassen mit sich bringen. Er hat auch keinen deutlichen Fellwechsel, wodurch man sich nicht mit Bergen von Wolle zweimal im Jahr beschäftigen muss. Bei den Gos d`Aturas gibt es verschiedenen Felltypen, manche benötigen die Bürste sogar nur alle 14 Tage. Die Größe entspricht der eines mittelgroßen Hundes, die Widerristhöhe (Schulterhöhe) liegt bei Rüden von 47 cm bis 55 cm, bei Hündinnen von 45 cm bis 53 cm.

 

Quelle: http://www.gos-d-atura-in-not.de/html/der_charakter_und_das_leben_mi.html

 

Sehr zu empfehlen: "Die Gedanken eines Hundes", von Birgit Wälz. Wir haben es gelesen, das Wesen des Gos d'Atura Català wird perfekt dargestellt.

 

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